Montag, 24 März 2025 20:14

SEK-Einsatz in Königsbrunn

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SEK nimmt Tatverdächtigen in Königsbrunn fest SEK nimmt Tatverdächtigen in Königsbrunn fest pixabay/Foto illustrativ

Zehn Spezialfahrzeuge, vermummte Beamte und Blaulicht – vergangene Woche war auf der Gögginger Straße in Augsburg einiges los. Der Grund: ein schweres Gewaltverbrechen in Nordrhein-Westfalen führte zu einem großangelegten Polizeieinsatz in Bayern. Die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus München rückten mit über zehn Fahrzeugen an. Der Zugriff erfolgte schließlich in Königsbrunn.

Inhaltsverzeichnis:

Schüsse in Ahlen auf 48-Jährigen

Der Auslöser für den Großeinsatz war ein Angriff in Ahlen im Münsterland. Dort wurde am Montag der Vorwoche ein 48-jähriger Mann schwer verletzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Münster und der Polizei soll ein 54-Jähriger ihn morgens gegen 6 Uhr in seinem Auto überrascht und mehrere Schüsse abgegeben haben. Die Tat geschah in einem ruhigen Wohnviertel. Drei Projektile trafen das Bein des Opfers. Der Täter floh anschließend zu Fuß.

Die Polizei warnte die Öffentlichkeit vor dem Flüchtigen. Laut Ermittlern könne der Mann eine scharfe Waffe mit sich führen. Eine detaillierte Personenbeschreibung wurde veröffentlicht.

Spuren führen nach Bayern

Schnell verdichteten sich Hinweise, dass sich der Verdächtige in Richtung Süden abgesetzt hatte. Die Fahndung verlagerte sich von Nordrhein-Westfalen nach Bayern, konkret in den Großraum Augsburg. Ob der Täter dort Bekannte hat, sich verstecken wollte oder einfach auf der Durchreise war, bleibt bislang ungeklärt.

Die Polizei rückte daraufhin mit Spezialeinheiten an. Die Fahrzeuge mit Münchener Kennzeichen, darunter dunkle Autos und weiße Transporter, wurden nahe dem Polizeipräsidium Augsburg gesichtet. Der Einsatz sorgte für Aufsehen in der Stadt.

Festnahme in Königsbrunn durch das SEK

Die Festnahme erfolgte schließlich in Königsbrunn. Dort griff das Spezialeinsatzkommando den 54-Jährigen auf. Wie die Polizei Münster mitteilte, war bereits ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes ausgestellt worden. Der Verdächtige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Der Beschuldigte verweigert bisher jede Aussage. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Staatsanwaltschaft Münster.

Übersicht der bisherigen Erkenntnisse

  • Tatort: Ahlen (Nordrhein-Westfalen), ruhiges Wohngebiet
  • Tatzeit: Montagmorgen, ca. 6 Uhr
  • Opfer: 48 Jahre alt, drei Schussverletzungen am Bein
  • Täter: 54 Jahre alt, flüchtete zu Fuß
  • Zugriffsort: Königsbrunn (Bayern), durch das SEK
  • Haftbefehl wegen versuchten Mordes liegt vor

Die Frage nach dem Motiv bleibt weiter offen. Auch ob der Mann gezielt nach Bayern floh, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Quelle: Augsburger Allgemeine, webrivaig.com/de