Montag, 04 August 2025 14:40

Urlaubsheimkehr sorgt für volle Autobahnen

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Rückreiseverkehr sorgt für lange Staus auf den Autobahnen. Rückreiseverkehr sorgt für lange Staus auf den Autobahnen. Foto: pixabay

Am kommenden Wochenende drohen in Deutschland und im benachbarten Ausland erneut massive Verkehrsstörungen. Autofahrer müssen mit erheblichen Staus rechnen, insbesondere auf Rückreiserouten. Grund dafür sind die endenden Sommerferien in mehreren Bundesländern sowie die Hauptreisezeit in Europa.

Inhaltsverzeichnis:

Starker Rückreiseverkehr erwartet

Besonders betroffen sind Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo die Sommerferien enden. Eine Woche später folgen Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Folge: Millionen Menschen machen sich auf den Heimweg.

Auch in Skandinavien und Teilen der Niederlande geht die Ferienzeit zu Ende. Der Auto Club Europa (ACE) und der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) rechnen daher mit starkem Rückreiseverkehr – nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch auf vielen Transitstrecken durch Europa.

Laut Prognosen sind folgende Zeitfenster besonders kritisch:

  • Freitag: Ab spätem Vormittag bis in den Abend.
  • Samstag: Hauptverkehrszeit von 10 bis 17 Uhr.
  • Sonntag: Ab 13 Uhr bis in den Abend, besonders auf Heimrouten.

Autobahnbaustellen als Nadelöhre

Besonders problematisch bleiben Baustellenbereiche, die zu massiven Engpässen führen. Die Reiseclubs empfehlen, nach Möglichkeit außerhalb der Stoßzeiten zu reisen. Wer flexibel ist, sollte Fahrten auf Dienstag bis Donnerstag legen.

Folgende Ballungsräume und Autobahnen sind laut ADAC besonders betroffen:

Region / StreckeBeschreibung
Berlin, Hamburg, Leipzig Hohe Belastung durch Rückreiseverkehr
Rhein-Ruhr, Rhein-Main-Neckar Engpässe durch Baustellen
Stuttgart, München Staupotenzial durch Ferien- und Ausflugsverkehr
Nord- und Ostseeküste Urlauberverkehr in beide Richtungen

Zusätzlich gelten für Bayern folgende Autobahnen als staugefährdet:

  1. A3: Arnhem – Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
  2. A6: Nürnberg – Heilbronn – Mannheim – Kaiserslautern
  3. A8: Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg / Neunkirchen – Saarlouis
  4. A9: Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
  5. A45: Aschaffenburg – Gießen – Hagen
  6. A72: Hof – Chemnitz
  7. A93: Rosenheim – Kiefersfelden
  8. A95: Garmisch-Partenkirchen – München
  9. A96: München – Lindau
  10. A99: Umfahrung München

Auch Österreich und Schweiz betroffen

Auf österreichischer Seite sind besonders stark belastet:

  • Brennerroute: wegen Sanierung der Luegbrücke weiterhin Engpässe trotz offener Fahrstreifen.
  • Fernpass, Karawanken-, Pyhrn-, Rheintal- und Tauernroute: Engpässe durch Baustellen und hohes Verkehrsaufkommen.
  • Reschenpass (B180): Abschnittsweise nur eine Fahrspur mit Ampelregelung.

Die Inntalautobahn A12 und Fernpass-Route unterliegen weiterhin Abfahrtsverboten an Wochenenden und Feiertagen bis Anfang November.

In der Schweiz ist vor allem die Gotthardroute (A2) stark frequentiert. Dort drohen am Freitag, Samstag und Sonntag längere Wartezeiten vor dem Gotthardtunnel. Blockabfertigung ist wahrscheinlich. Auch das Südportal ist betroffen.

Als Alternative nennt der ACE die Route über San Bernardino – Chur – Bellinzona (A13), warnt jedoch auch dort vor Staus.

Grenzkontrollen weiterhin verschärft

Seit Anfang Mai gelten verschärfte Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen. Laut ADAC werden diese stichprobenartig durchgeführt. Besonders betroffen sind Übergänge aus Österreich:

  • Suben (A3)
  • Walserberg (A8)
  • Kiefersfelden (A93)

Reisende müssen mit Verzögerungen rechnen. Informationen zur aktuellen Verkehrslage bieten unter anderem die Webseiten von ADAC und Asfinag.

Zusammenfassung der wichtigsten Hinweise für Reisende:

  • Stauhöchstzeiten vermeiden: Dienstag bis Donnerstag sind verkehrsärmer.
  • Autobahnen mit Baustellen möglichst umfahren.
  • Alternativrouten nutzen: San Bernardino statt Gotthard.
  • Grenzwartezeiten einplanen.
  • Nebenstraßen können ebenfalls überlastet sein.

Reisende sollten ihre Routen vorab planen und regelmäßig die aktuelle Verkehrslage prüfen.

Quelle: Ingolstadt-Today, www.on-the-top.net/de/