Dienstag, 30 September 2025 16:43

Panther mit neuem Kader in schwieriger Saisonphase

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Panther zwischen starker Offensive und schwacher Ab Panther zwischen starker Offensive und schwacher Ab Pexels/Foto illustrativ

Sechs Spiele sind in der Deutschen Eishockeyliga absolviert und die Augsburger Panther zeigen ein wechselhaftes Bild. Nach dem nur knapp geschafften Klassenerhalt hat Sportdirektor Larry Mitchell die Mannschaft im Sommer stark verändert. Zahlreiche Abgänge und neue Verpflichtungen prägen die aktuelle Situation.

Inhaltsverzeichnis:

Larry Mitchell verändert den Kader in Augsburg

Larry Mitchell nahm umfassende Umstrukturierungen vor. Chris Collins verließ den Klub nach zwei Jahren mit 33 Toren und 30 Assists in 100 Spielen. Er wechselte nach Österreich zu Graz und traf dort bereits dreimal in fünf Partien. Auch Torwart Strauss Mann erhielt kein neues Vertragsangebot. Der US-Amerikaner fand erst durch Verletzungsprobleme beim schwedischen Klub Skellefteå AIK eine neue Chance.

Mitchell stellte den neuen Kader um Torwart Michael Garteig und Verteidiger Thomas Schemitsch zusammen. Schemitsch entschied sich trotz weiterer Angebote für Augsburg. Ältere Spieler wie Alexander Oblinger, Mark Zengerle und Jason Bast mussten den Verein verlassen. Stattdessen kamen jüngere Profis wie Alexander Blank, Tim Wohlgemuth und Enrico Henriquez.

Ergebnisse der ersten sechs Spiele

Die Bilanz nach sechs Partien zeigt die noch vorhandenen Probleme.

  • 2 Siege gab es gegen Köln und Iserlohn
  • 4 Niederlagen kassierte das Team gegen Nürnberg, Mannheim, München und Straubing

Das bedeutet aktuell Rang 11 in der Tabelle. Das Torverhältnis weist klare Schwächen auf. Mit 23 Gegentreffern liegt Augsburg im hinteren Bereich der Liga. Nur Dresden (30) und Frankfurt (28) haben mehr Gegentore kassiert. Positiv ist die Offensive: 18 eigene Tore sind ein solider Wert im unteren Tabellenbereich.

Defensive Probleme im Vergleich zu anderen Vereinen

Besonders die Abwehrarbeit zeigt Schwächen. Denis Reul, früher ein Schlüsselspieler in der Defensive, beendete seine Karriere. Sein Nachfolger Ryan Button blockte bisher acht Schüsse und liegt damit nur auf Rang 16 der DEL. Augsburg belegt in dieser Kategorie ebenfalls einen hinteren Platz.

Auch andere Zahlen sind kritisch:

  1. 364 gewonnene Zweikämpfe entsprechen nur 45,2 Prozent – schlechtester Wert der Liga.
  2. Straubing führt diesen Bereich mit 540 gewonnenen Duellen und 55,8 Prozent an.
  3. 205 zugelassene Schüsse auf das eigene Tor sind Ligahöchstwert.
  4. Die Erfolgsquote am Bullypunkt liegt bei 44,7 Prozent, ebenfalls letzter Platz.
  5. Unterzahlspiel funktioniert schwach: Nur 68,7 Prozent der Situationen werden überstanden. Zum Vergleich: Mannheim liegt bei 94,4 Prozent.

Offensivwerte geben Hoffnung

In der Offensive präsentieren sich die Panther stärker. Mit einer Schusseffizienz von 13,6 Prozent liegt das Team auf Platz drei in der DEL. Nur Wolfsburg (16,1) und Nürnberg (14,5) sind besser. Die Passquote ist ebenfalls hoch. 82,7 Prozent der Zuspiele kommen an, Rang fünf in der Liga.

Diese Statistiken zeigen zwei Seiten. Offensiv ist Augsburg effizient und präzise. Defensiv bleibt die Mannschaft jedoch anfällig. Trainer Bill Peters steht vor der Aufgabe, die Balance zu finden und die Abwehr zu stabilisieren. Die ersten sechs Spiele verdeutlichen, dass Augsburg noch mitten in einem schwierigen Anpassungsprozess steckt.

Quelle: Augsburger Allgemeine, www.patizonet.com/de