Freitag, 23 Januar 2026 19:32

Abschiede in Augsburg

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Bekannte Lokale verschwinden aus Augsburg. Bekannte Lokale verschwinden aus Augsburg. Foto: Pexels / Lizenz: Pexels

Der Jahreswechsel bringt in Augsburg spürbare Veränderungen. Mehrere bekannte Gastronomie- und Kulturbetriebe beenden ihren Betrieb zwischen Dezember 2025 und März 2026. Betroffen sind Traditionsorte, Bars und ein Kinoumfeld. Die Gründe reichen von Vertragsenden bis zu wirtschaftlichen Zwängen und stehen im Zusammenhang mit Entwicklungen in der Augsburgs Innenstadt.

Inhaltsverzeichnis

Eiswerk54 im Kaffeegäßchen

Das Eiswerk54 schließt im Dezember 2025 endgültig. Inhaberin Denisa steht bereits zu Jahresbeginn vor einer Zäsur, als ihre Geschäftspartnerin aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen ausscheidet. Weitere Probleme verschärfen die Lage. Der Standort im Kaffeegäßchen wird aufgegeben.

Geplant ist zunächst ein Nachmieter, der Investitionen übernimmt. Diese Lösung scheitert. Ab Februar 2026 wird die Ladenfläche an Bob’s vermietet. Die Entscheidung hat wirtschaftliche Folgen. Denisa entscheidet sich für die komplette Schließung. Ähnliche Veränderungen betreffen auch andere Gastronomiekonzepte in der Stadt.

ANNA-Café und Michael Hingerl

Das ANNA-Café schließt zum Jahreswechsel nach 20 Jahren. Gastronom Michael Hingerl führt den Betrieb bis zum 31. Dezember. An diesem Datum endet der Pachtvertrag.

Ein Nachfolger soll Ausstattung, Waren und Personal übernehmen. Die Einigung kommt nicht zustande. Das Lokal wird während des laufenden Betriebs geräumt. Hingerl arbeitet nun als Küchenleiter an der Montessori-Schule, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Das Aus reiht sich ein in eine Serie von Schließungen bekannter Cafés in Augsburg.

Kinodreieck und ARB Kino GmbH

Das Augsburger Kinodreieck beantragt im Dezember Insolvenz. Der Kinobetrieb läuft weiter. Anders die Gastronomie im Umfeld.

Das Kaffeehaus im Reesepark bleibt geschlossen. Es gehört zur Betreibergesellschaft ARB Kino GmbH. Die weitere Entwicklung der Programmkinos in Augsburg ist offen.

Blaue Kappe und Christoph Steinle

Die Bar Blaue Kappe schließt Ende 2025 nach acht Jahren in der Volkhartstraße. Viele Abende prägen die Geschichte des Ortes. Gastronom Christoph Steinle bleibt der Szene erhalten.

Weiterhin geöffnet sind:

  • Oh Boi
  • Oh Coffee

Beide Standorte laden weiter zu Getränken ein.

Café Eber am Rathausplatz

Das Café Eber schließt Ende März für immer. Die Betreiber informieren überraschend über das Aus. Kurz zuvor feiert die Familie das 100-jährige Jubiläum.

Als Gründe nennen sie mehrere Faktoren. Ausschlaggebend sind wirtschaftliche Herausforderungen. Mit der Schließung endet eine Institution am Rathausplatz in Augsburg.

FAQ

Welche Betriebe schließen in Augsburg zwischen 2025 und 2026?

Zwischen Dezember 2025 und März 2026 schließen unter anderem das Eiswerk54, das ANNA-Café, die Bar Blaue Kappe sowie das Café Eber. Zudem ist das Kaffeehaus im Umfeld des Augsburger Kinodreiecks betroffen.

Warum schließt das Eiswerk54 endgültig?

Das Eiswerk54 schließt aufgrund des Ausstiegs einer Geschäftspartnerin aus gesundheitlichen Gründen sowie weiterer wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Der Standort im Kaffeegäßchen wird ab Februar 2026 neu vermietet.

Was ist der Grund für das Aus des ANNA-Cafés?

Das ANNA-Café schließt, weil der Pachtvertrag von Gastronom Michael Hingerl zum 31. Dezember ausgelaufen ist und eine geplante Übergabe an einen Nachfolger nicht zustande kam.

Bleibt der Kinobetrieb im Augsburger Kinodreieck bestehen?

Ja, der Kinobetrieb im Augsburger Kinodreieck läuft trotz Insolvenz weiter. Das dazugehörige Kaffeehaus im Reesepark bleibt jedoch geschlossen.

Welche Betriebe von Christoph Steinle sind weiterhin geöffnet?

Christoph Steinle betreibt weiterhin die Bar Oh Boi sowie das Oh Coffee in der Ludwigstraße. Beide Standorte bleiben geöffnet.

Warum schließt das Café Eber nach 100 Jahren?

Das Café Eber schließt Ende März dauerhaft. Ausschlaggebend sind wirtschaftliche Herausforderungen, obwohl kurz zuvor noch das 100-jährige Jubiläum gefeiert wurde.

Quelle: Hallo Augsburg, Patizonet